SpOn 20.09.2026
12:28 Uhr

Wittlich: Über 1000 Menschen – illegales Tuningtreffen in Rheinland-Pfalz eskaliert


Feuerwerk, Drifts, Sachbeschädigungen: Bei einem nicht genehmigten Tuningtreffen in Wittlich haben Vermummte die Polizei angegriffen. Am Einsatz waren Feuerwehrkräfte, ein Hubschrauber und eine Drohne beteiligt.

Wittlich: Über 1000 Menschen – illegales Tuningtreffen in Rheinland-Pfalz eskaliert

Ein nicht genehmigtes Tuningtreffen auf einem Firmengelände in Wittlich hat einen größeren Polizeieinsatz ausgelöst. Mehrere Hundert Fahrzeuge und eine vierstellige Zahl von Menschen seien dort zusammengekommen, teilte die Polizei in Trier mit.

Beim Eintreffen der Polizei am Samstagabend seien Beamte und Einsatzfahrzeuge unmittelbar von vermummten Personen attackiert worden, hieß es. Dabei entstand Sachschaden. Die Polizisten hätten sich zunächst zurückgezogen. Die Polizei richtete Kontrollstellen ein, um die Teilnehmenden bei der Abreise zu kontrollieren und die Anreise weiterer Personen zu unterbinden.

Feuerwerkskörper und »Drifts«

Bei dem Tuningtreffen seien Beleuchtung, Firmenfahrzeuge auf dem Gelände sowie Schranken von benachbarten Firmengeländen beschädigt und Mülleimer angezündet worden. Zudem brannten Teilnehmer Feuerwerkskörper ab und führten »Drifts« mit Fahrzeugen durch.

Darunter versteht man das bewusst kontrollierte Übersteuern eines Fahrzeugs in der Kurve, bei dem das Heck seitlich ausbricht – ein eigentlich aus dem Rallyesport stammendes hochriskantes Manöver.

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Zudem liefen Personen über das Dach des Firmengebäudes und über abgestellte Lkw, wie die Polizei mitteilte. Wie hoch der entstandene Schaden ist, könne man bisher nicht sagen. Die Ermittlungen liefen wegen des Verdachts des Landfriedensbruchs, Sachbeschädigungen sowie verschiedener Straftaten und Ordnungswidrigkeiten.

Am Einsatz waren auch ein Polizeihubschrauber und eine Drohne des Landkreises zur Lagebeurteilung aus der Luft sowie Kräfte der Feuerwehr beteiligt. Die Polizei kontrollierte 70 Personen und Fahrzeuge und stellte diverse Beweismittel sicher, darunter zwei Fahrzeuge.

dpa/kik